Literarische Gruppe - Zeitschrift für Literatur

Der DICHTUNGSRING wurde 1981 in Bonn und Bochum als literarische Gruppe und Zeitschrift gegründet. Die Wegbereiter waren 1979 die Bonner Studenten Hubert Katzmarz und Thomas Rugo, der Bochumer Romanistik-Professor Alfons Knauth und seine Studenten, darunter Ingo Kottmayr und Werner Brand.
Weitere Ringe bildete der DICHTUNGSRING in multikulturellen Milieus wie Montreal und São Paulo, Belgien und Berlin, seit der Jahrtausendwende auch in Rumänien.
Herausgegeben wird der DICHTUNGSRING von einer Autorengruppe im Bonner Raum (mit z. Z. 18 Mitgliedern). Seine Zielsetzungen sind interkulturell, seine Mittel multilingual, die Texte der Zeitschrift völlig gattungsoffen: Lyrik und Prosa, konkrete und visuelle Poesie, Essay und Wissenschaftsbeitrag, Satire, Rezension, Brief, Hörspiel, Drama...
Geistige Tendenzen werden früh erspürt und kulturkritisch behandelt. Junge Autoren werden entdeckt, bekannte Autoren nutzen den DICHTUNGSRING als Forum. Mehrsprachigkeit ist eine Bedingung für besser gelingende interkulturelle Kommunikation. (Die deutsche Sprache - nicht unbedingt die deutsche Kultur - überwiegt. Die französischen, englischen, russischen, schwedischen, spanischen, portugiesischen, italienischen und rumänischen Texte sind in der Regel ins Deutsche übersetzt.) Mehrsprachigkeit ist zudem ein Mittel, mehr Sprachlichkeit am Rande des audiovisuellen Rauschens zu bewirken.

Zur thematischen Festlegung der nationalen Grenzenlosigkeit werden Schwerpunkte gebildet - zuletzt: Ende der Wirklichkeit (Nr. 33), ZwischenMensch (Nr. 34), Empörung (Nr. 35), Körper (Nr. 36), Poésia Latinoamericana (Nr. 37, Sonderausgabe), Ungrade Tage (Nr. 38).
Der DICHTUNGSRING kooperiert mit der belgischen Literaturzeitschrift und Autorengruppe KRAUTGARTEN in St. Vith (Herausgeber Bruno Kartheuser) und ist der Literaturzeitschrift MATRIX und dem POP-Verlag sehr verbunden.